Jubiläumsveranstaltung in Paris
Vom 10. bis 12. Oktober 2025 fand in Paris das große vom DAAD France organisierte Alumni- und Alumnae-Treffen anlässlich des hundertjährigen Bestehens des DAAD und der Cité internationale universitaire de Paris (CIUP) mit insgesamt rund 200 geladenen Gästen statt.
Die feierliche Eröffnung erfolgte durch den deutschen Botschafter in Frankreich, S.E. Stephan Steinlein sowie die Präsidenten von CIUP, Herrn Jean-Marc Sauvé und DAAD, Herrn Professor Dr. Joybrato Mukherjee.
Der Präsident des DAAD hat in seiner Ansprache als zentrale Aspekte der europäischen akademischen Zusammenarbeit verlässliche Netzwerke, interdisziplinären und grenzüberschreitenden Austausch und Kooperation in einem Europa, in dem der deutsch-französische Motor im Zusammenspiel mit engen Partnerländern wie Polen wichtige Impulse leisten könne, hervorgehoben.


Die Arbeit der CIUP und des DAAD seien das konzeptionelle Gegenmodell zur aktuellen Weltlage, so der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in seinem Impulsvortrag. Er brachte damit zum Ausdruck, worin sich alle Rednerinnen und Redner einig waren und was die Teilnehmenden während der gesamten Veranstaltung immer wieder diskutierten: Austausch, Neugierde und Kooperation seien wichtiger denn je in einer Welt der globalen Herausforderungen und Polykrisen. Dem Botschafter zufolge habe der DAAD genau diese wichtige Aufgabe: Kooperation und Austausch lebendig zu halten.

Ein zentraler inhaltlicher Schwerpunkt lag auf den Zukunftsaussichten und Potentialen der Wissenschaftszusammenarbeit im Rahmen des Weimarer Dreiecks.
In der von Theo Koll moderierten großen Paneldiskussion mit der Generalsekretärin des französischen Außenministerium und ehemaligen französischen Botschafterin in Deutschland, Anne-Marie Descôtes; Dr. Marek Prawda, dem ehemaligen Botschafter der Republik Polen in Deutschland und bis Ende August stellvertretenden Außenminister Polens; Botschafter Stephan Steinlein und dem Präsidenten des DAAD stand die Rolle Europas und der tri- und multilateralen Wissenschaftskooperationen mit Blick auf globale Herausforderungen im Mittelpunkt.

Dr. Marek Prawda und Professor Sebastian Płóciennik, herausragende DAAD-Alumni aus Polen, haben diese Veranstaltung mit ihren klaren Worten sehr bereichert.
Am zweiten Veranstaltungstag standen nach der Begrüßung durch Dr. Stephan Geifes und dem sehr persönlichen Vortrag der Gesandtin der deutschen Botschaft, Frau Gudrun Lingner, ehemalige DAAD-Lektorin und mehrfache DAAD-Alumna, und einem Grußwort von Frau Anke Reiffenstuel (Beauftragte für Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie im Auswärtigen Amt), mit Experten aus dem Kreis der DAAD-Alumni besetzte Themenrunden zur deutsch-französischen Wissenschaftskooperation, zu den Zukunftsaussichten des Weimarer Dreiecks und zu Populismus und Fakenews auf dem Programm. Auf Wunsch des AA fand ergänzend zum Programm eine sehr konstruktive und offene Austauschrunde mit DAAD-Alumni und -Alumnae statt.



Der sehr kurzweilige und inhaltlich überzeugende Science Slam wie das gesamte Vortrags- und das vielfältige Kulturprogramm am dritten Tag konnte nur dank des Einsatzes zahlreicher DAAD-Alumni, DAAD-Lektorinnen und Lektoren und Bewohnern der Maison Heinrich Heine stattfinden.

Die Veranstaltung fand in enger Zusammenarbeit mit dem Heinrich-Heine-Haus und der CIUP statt, die zugleich Veranstaltungsort waren. Die verantwortliche Projektleitung und Moderation der Gesamtveranstaltung lag bei Dr. Ursula Maria Egyptien Gad (DAAD-Außenstelle Paris) und bei Dr. Franziska Humphreys (Heinrich-Heine-Haus).



Ursula Egyptien